The Wonder Years in Essen – 10.02.2017

Nach mehr als drei Jahren ist es soweit, The Wonder Years sind endlich zurück auf deutschen Bühnen!

Rund zwei Jahre sind vergangen seitdem die Pop-Punk Veteranen aus Philadelphia ihr letztes Album „No Closer To Heaven“ veröffentlich haben. Jetzt ist es endlich soweit und auch die deutschen Fans dürfen in den Genuss kommen Songs von eben diesem Album Live zu hören. Wie sehnsüchtig auf eine Rückkehr der Band gewartet wurde macht sich spätestens im Vorverkauf bemerkbar. Innerhalb kürzester Zeit sind die beiden Shows in München und Essen ausverkauft und müssen in größere Clubs verlegt werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich in Essen trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bereits eine Schlange vor der Zeche Carl gebildet hat, bevor der Einlass überhaupt begonnen hat.

Eröffnet wird der Abend von Tiny Moving Parts aus Minnesota, die das Publikum mit ihrer  Mischung aus Emo, Math-Rock und Pop-Punk gut aufwärmen und dafür sorgen, dass auch die letzten, vom warten in der Kälte, eingefrorenen Gliedmaßen wieder auftauen. Besonders textsicher und pogofreudig zeigt sich das Publikum dabei bei den Liedern vom letzten Album „Celebrate“. Als nächste betreten die Briten von Trash Boat die Bühne und stellen die Songs ihres Debut Albums „Nothing I Write You Can Change What You’ve Been Through“ vor. Das Highlight des Auftrittes dürfte dabei für viele Fans der Gastauftritt von Dan Campbell sein, der es sich nicht nehmen lässt seinen Part von „Strangers“ zu singen bevor er wenige Minuten später selbst mit The Wonder Years auf der Bühne stehen soll.

Nach einer 30 minütigen Umbaupause ist es dann auch so weit und The Wonder Years betreten endlich die Bühne. Unter tobendem Applaus beginnt das Set mit dem Evergreen „Local Man Ruins Everything“ und von da an gibt es keinen halt mehr im Publikum. Gut 70 Minuten präsentiert das Sextett aus Philadelphia Songs aus ihrer Karriere mit Hauptaugenmerk auf ihrem neuesten Werk „No Closer To Heaven“ während die Fans Mosh-Pits bilden oder die Bühne entern, nur um sich Sekunden später mit Anlauf wieder ins Publikum zu stürzen. Als das Konzert schließlich mit „Came Out Swinging“ zu ende geht, sieht man viele erschöpfte aber doch glückliche Gesichter im Publikum.

Hoffentlich lassen sich The Wonder Years nicht wieder drei Jahre Zeit um zurück nach Deutschland zu kommen.