Sum 41 in Köln – 18.02.2016

„Don’t Call It A Sum-Back Tour“

Unter diesem Motto stehen Sum 41 nach fast 6 Jahren endlich wieder mit einem neuen Album auf deutschen Bühnen. 6 Jahren in denen viel passiert ist. Unteranderem durchlief die Band einige Besetzungswechsel wovon die markantesten wohl der Aussteig von Schlagzeuger Stevo und Rückkehr von Gitarrist und Gründungsmitglied Dave Brownsound sein dürften. Sänger Deryck Whibley hatte in der Zwischenzeit mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und wurde nach starken Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus eingewiesen. Doch all dies ist Vergangenheit denn nun stehen die Kanadier mit neuen Songs und neuer Energie auf der Bühne und spielen im Kölner Palladium vor 4000 Fans ihre größte Headliner Show in Deutschland.

Eröffnet wurde der Abend jedoch von Hollerado aus Kanada, die das Publikum mit ihrem Alternativ Rock gut unterhielten. Als gegen 20:00 Uhr schließlich das Licht in der Halle ausgeht und die ersten Akkorde von „A Murder of Crows“, dem Opener des neuen Albums „13 Voices“ erklingt ist die Aufregung und Euphorie in der Halle förmlich greifbar. Als dann auch noch der Vorhang, welcher in der Umbaupause den Blick auf die Bühne versperrte, fällt gibt es im Publikum keinen Halt mehr. Es wird gesprungen, gemosht, gesurft und gesungen. Dabei spielen sich Sum 41 durch eine Setlist voller neuer Songs und alten Hits und liefern eine Show der Superlative ab. So gibt es neben Konfetti- und Nebelkanone auch eine aufwendige Lightshow sowie eine kleine Bühne direkt am Mischpult, auf der Sänger Whibley gleich zwei Lieder spielt.

Zwei Stunden geben Sum 41 Vollgas uns lassen es sich nicht nehmen nach dem letzten Lied, „Fat Lip“ noch einmal auf die Bühne zu kommen und als Hair-Metal verkleidete Band ihren Song „Pain For Pleasure“ darzubieten. Sum 41 mögen in den letzten Jahren ihre Probleme gehabt haben, aber man kann mit recht behaupten, dass die Band nie besser klang als aktuell.