Modern Baseball – Holy Ghost

Endlich ist es soweit, eine der besten Emo Bands, die eigentlich keine Emoband ist, melden sich zurück! Auf ihrem mittlerweile dritten Longplayer “Holy Ghost” beweißen die vier Pennsylvania von Modern Baseball erneut wie man ernste und traurige Texte mit fröhlichen Melodien mischt, ohne dass es deplatziert oder unpassend wirkt. Insofern ist alles beim alten bei Modern Baseball, dennoch stellt “Holy Ghost” auf der persönlichen ebene eine extrem Weiterentwicklung für die Band da. Ging es auf den Vorgängern noch um Probleme mit Mädchen oder der sozialen Interaktion mit Menschen geben die beiden Texter Jake Ewald und Brendan Lukens diesmal deutlich mehr von sich Preis. Während erster den Tod seine Großvaters und die räumliche Trennung zu seiner Familie und Freunden verarbeitet hat Lukens mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Wer sich die die Band Dokumentation “Tripping in the Dark” angesehen hat wir mitbekommen haben, dass Lukens an einer bipolaren Störung leidet, die fast mit einem Suizid geendet hätte. Beides Themen mit denen sich die Hörer wohl nicht so leicht identifizieren können wie mit Probleme in der Liebe. Dennoch gelingt es Modern Baseball ein fesselndes Album zu veröffentlichen, welches einen vom ersten bis zum letzten Lied in seinen Bann zieht und einen dank der Mischung aus traurigen Texten gepaart mit fröhlicher Musik, irgendwo zwischen Pop-Punk, Indie Rock und eben Emo mit einem weinenden Auge durch sein Appartement tanzen lässt.